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Künstlerische Impulse für Stadtplanung


Den Erfahrungsaustausch mit europäischen Partnern intensivieren

Städte entwickeln sich. Sie wachsen, sie schrumpfen, Stadtteile wechseln ihre Funktionen und Identitäten, öffentliche Räume veröden, Beziehungen zwischen Zentrum und Peripherie verändern sich. Traditionen werden vergessen, reaktiviert oder neu erfunden. Das menschliche Zusammenleben wird davon maßgeblich bestimmt.

Gibt es 'die' europäische Stadt?

Changing Habitats, Inventing Communities, Building Cities möchte Aktivitäten in kleineren und mittleren Städten, meist mittelalterlichen Ursprungs, verbinden. Städte, die durch die Industrie des 19. Jahrhunderts verändert, und in den letzten Jahren des vergangenen Jahrhunderts einem massiven Wandel ihrer ökonomischen Grundlagen, und damit häufig auch ihrer Lebensvoraussetzungen, unterzogen wurden.

Gängige Planungsmethoden - so wurde in den letzten Jahren vielfach erkannt - sind zu statisch, zu hierarchisch, um alle wesentlichen Probleme städtischen Lebens zu erkennen und sie auf nachhaltige und kreative Weise zu lösen.

Neue Felder der Kunst

Hier engagieren sich mehr und mehr Künstler. Sie erkennen, dass es sinnvoll ist, jenseits der Isolierung im Atelier an realen Situationen und Problemstellungen zu arbeiten. Sie engagieren sich, und bearbeiten gemeinsam mit Fachleuten, mit Betroffenen, Bewohnern und Benutzern relevante gesellschaftliche Problemstellungen. Dabei erregen vor allem Kommunikations- und Gestaltungsprozesse in den Bereichen der Architektur, der Stadtplanung, des Designs ihre Aufmerksamkeit.

Changing Habitats, Inventing Communities, Building Cities will aufzeigen, dass die Integration künstlerischen Denkens und Arbeitens in die Entwicklung und Planung der europäischen Stadt von größter Bedeutung ist für die Gestaltung der Zukunft. Gemeint ist ein künstlerisches Denken und Arbeiten, das kommunikativ, kontextuell, ökologisch und interdisziplinär orientiert ist.

Erfahrungsaustausch in Europa

Wir möchten die Zusammenarbeit von Akteuren und Partnern aus verschiedenen europäischen Städten ermöglichen und einen intensiven Erfahrungsaustausch in Gang bringen. Die Beteiligten kommen aus Bremen, Malmö, Utrecht, Edinburgh, aus Danzig, Sevilla, Riga und Budapest.

Changing Habitats, Inventing Communities, Building Cities verbindet Praxis und Reflexion miteinander. Der Erfahrungsaustausch soll mit der Realisierung von fünf ausgewählten Projekten in vier Ländern verknüpft werden. Diese fünf Projekte, die auf exemplarische Weise die Bewohner der Stadt sowie Fachleute verschiedener Disziplinen in ihre Arbeit integrieren, werden 2004 und 2005 in vier nordeuropäischen Städten realisiert.

Die Projekte

Malmö: Lars Mikkelsen, trevnad-05 Row House
Ein kollaboratives Projekt von Lars Mikkelsen und Studenten der Malmö Art Academy.

Kirkcaldy (bei Edinburgh): Tracy Mackenna und Edwin Janssen, The Merchant´s House Garden.(Im Rahmen eines größeren Projekts von Kunst im öffentlichen Raum.)

Utrecht: Apolonija Sustersic Cinema-Studio.

Bremen: Die Gruppe N55 mit Small Truck und neuen Vorschlägen zu "City Farming" und Anke Sander / Barbara Claassen-Schmal, Die G:Jacke.

Die fünf Projekte werden in einer Ausstellung im April/Mai 2005 in der Gesellschaft für aktuelle Kunst in Bremen ausführlich dokumentiert. Die Ausstellung bildet den Rahmen für eine im Mai stattfindende zweitägige öffentliche Konferenz, an der sich u.a. die (unter Netzwerk aufgeführten) Partner beteiligen. Die Ergebnisse der Konferenz und der Ausstellung werden anschließend publiziert.


Helfen Sie mit bei der Textsammlung

Wir möchten auf dieser Website (unter Bibliothek) eine Sammlung von Texten, Gedanken, Vorschlägen und Meinungen einrichten, zu der wir alle Interessierten und Besucher um Beiträge bitten.

  • In welchen europäischen Ländern, in welchen Städten, in welchen Institutionen gibt es Modellvorhaben, Förderansätze, Instrumentarien, um das künstlerische Arbeiten in gesellschaftliche Kontexte zu integrieren?
  • Welche unterschiedlichen regionalen Ausprägungen und Praxisfelder haben sich entwickelt? Wie können sie sich sinnvoll ergänzen, was können wir voneinander lernen?
  • Können wir institutionelle Voraussetzungen verändern oder neue schaffen, um die Kunstprojekte jenseits einer traditionellen Ausstellungspaxis zu fördern?
    Was kann man tun, um den veränderten Anforderungen künstlerischen Arbeitens gerecht zu werden?
  • Welche Auswirkungen hat das veränderte künstlerische Arbeiten auf die Vermittlung von Inhalten an den Kunsthochschulen?
  • Welche weiteren Fragen sind Ihnen in diesem Zusammenhang wichtig?

Helfen Sie mit bei der Zusammenstellung einer Textsammlung.
Schreiben Sie uns!

CHANGING HABITATS: KUNSTPRAXIS UND STADTENTWICKLUNG

Ausstellung:
22.April bis 29.Mai 2005
Eröffnung: Donnerstag, 21.April um 20 Uhr

Alle Künstler

CHANGING HABITATS, INVENTING COMMUNITIES, BUILDING CITIES: ART GOES PROFESSIONAL

Internationale Konferenz:
25.Mai 10 - 18 UHR
26.Mai 10 - 13 UHR

>> Das Programm

Anmeldung: office@gak-bremen.de


Führungen

Sonntag 8.Mai um 16 Uhr: Horst Griese // Sonntag 22. Mai um 16 Uhr: Horst Griese und Sander/Claassen-Schmal


Vortrag

Mittwoch 4.Mai um 19 Uhr: Apolonija Sustersic präsentiert ausgewählte eigene Projekte


Informationen

Ausführliche Informationen hier.


Gesellschaft für
Aktuelle Kunst
Teerhof 21, 28199 Bremen
office@gak-bremen.de
www.gak-bremen.de

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